Vortragsprogramm der
Walter-Hohmann-Sternwarte
Frühling 2017
 

Die Vorträge finden, soweit nicht besonders gekennzeichnet, in den Räumen der Walter-Hohmann-Sternwarte statt!

Bei klarem Wetter: Mittwochs ab 20:00 Uhr (bzw. nach Einbruch der Dunkelheit während der Sommermonate) sowie nach den Vorträgen: Himmelsbeobachtung 
Von Mitte Mai bis Ende August sonntags von 14:00 -16:00 Sonnenbeobachtung (bei wolkenlosen bzw. leicht bewölktem Himmel)

 
Freitag,
03.03.17, 20:00 Uhr

Der Sternenhimmel über dem Ruhrgebiet; Astronomische Ereignisse von März bis September 2017

Nach einem kurzen Rückblick über astronomische Glanzpunkte des vergangenen Halbjahres fasst der Vortragende die Ereignisse am Sternenhimmel zusammen, welche uns in den kommenden Monaten bevorstehen. Außerdem wird gezeigt, welche Gestirne günstig zu sehen sind. Wann ist eine Sonnen- oder Mondfinsternis in Essen zu sehen? Welche Sternbilder sind sichtbar? Wo sind die Planeten am Himmel zu finden? Der Vortrag gibt Antworten und regt zu eigenen Beobachtungen an.

Helmut Metz,
WHS Essen
     
Mittwoch,
08.03.17, 20:00 Uhr

Horoskop und Wirklichkeit

Die Astrologie, die verwirrende Schwester der Astronomie, zieht Millionen Menschen in ihren Bann. Doch wie wird eigentlich ein Horoskop erstellt und wie sieht der Vergleich zum realen Sternenhimmel aus? Was leiten die Astrologen aus den Stellungen der Planeten zum Geburtszeitpunkt ab und was sagen die nüchternen Astronomen dazu? Wie sieht der reale Einfluss auf den Menschen aus? Und warum wollen wir an Horoskope glauben?
Dieser Vortrag setzt beim Teilnehmer keinerlei Vorkenntnisse voraus. Er vergleicht das Bild des Weltalls der Astrologen mit dem der Astronomen. Die wenigen Übereinstimmungen und deutlichen Unterschiede werden anschaulich dargestellt. Ob Sie sich in Ihrem Horoskop wiederfinden und Ihr Leben danach ausrichten möchten, bleibt natürlich Ihnen überlassen.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund

     
Freitag,
10.03.17, 20:00 Uhr

Ein Rundgang durch das Kennedy Space Center

Besuchen Sie mit uns das Kennedy Space Center in Florida. Mit aktuellen Fotos aus dem Sommer 2016 starten wir einen Rundgang durch den berühmten Weltraumbahnhof an Amerikas "Space Coast". Inmitten von Sonne, Sümpfen und Krokodilen besuchen wir die Abschussrampe L39 und das berühmte Vertical Assembly Building. Im Besucherzentrum sehen wir Ikonen wie die Saturn V Rakete und das Space Shuttle Atlantis. Der Vortrag bietet interessante Details rund um die Ausstellung und richtet sich an alle Raumfahrtbegeisterten; ganz gleich ob sie das KSC bereits besucht haben oder einen Besuch planen.

 

Torsten Mörke,
WHS Essen
     
Mittwoch,
15.03.17, 20:00 Uhr

Grenzen der Berechenbarkeit in der Physik und der Astronomie - Strukturbildung an der Grenze zwischen Ordnung und Chaos

Dieser Vortrag zum Mitmachen richtet sich an alle, die fasziniert sind von den vielen leuchtenden Punkten am Himmel. Aber was sind Sterne eigentlich, wie fasst man sie zu Sternbildern zusammen? Wo ist mein Sternbild und wann kann man es sehen? Wie funktioniert eine drehbare Sternkarte und was ist eigentlich die Milchstraße? Wieso bewegen sich einige Lichter langsam und einige rasend schnell?
Für diesen Anfängerkurs benötigen Sie keine Vorkenntnisse. Nehmen Sie während des Vortrags selber eine Himmelskarte in die Hand und erkennen Sie die ewigen Kreisläufe. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wann welche Sternbilder zu sehen sind.
Die andere Frage „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen?“ wird natürlich auch beantwortet.

Karl-Heinz Klapdohr,
WHS Essen

     

Mittwoch,
22.03.17, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 1: Ausrüstung


In diesem Workshop lernen Sie die Grundlagen der Astronomie und Astrofotografie kennen und haben genug Zeit, neben den Vortragsteilen auch selber am Teleskop "Hand anzulegen". Wenn Sie bereits ein Teleskop besitzen, aber nicht damit zurechtkommen, bringen Sie es doch einfach mit! Wir bekommen das gemeinsam schon hin. Möchten Sie das Gesehene auch fotografisch festhalten, dann machen Ihnen das moderne digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) möglich.
Bitte an warme Bekleidung denken!.
Dr. Tom Fliege,
Dortmund
     
Freitag,
24.03.17, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 2: Sonnensystem

Zusammenfassung siehe unter „Teil 1“.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund

     

Mittwoch,
29.03.17, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 3: Deep Sky


Zusammenfassung siehe unter „Teil 1“.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund
     

Freitag,
31.03.17, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 4: Deep Sky


Zusammenfassung siehe unter „Teil 1“.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund

     
Freitag,
07.04.17, 20:00 Uhr

Die Internationale Amateursternwarte e.V. (IAS) - Sternfreunde unter südlichem Himmel in Namibia

Der im Jahr 1999 gegründete Verein "Internationale Amateursternwarte e. V." (IAS) bietet Amateurastronomen die Möglichkeit, an großen Teleskopen unter optimalem Himmel in eigener Regie zu beobachten, zu fotografieren und wissenschaftliche Arbeiten durchzuführen. Das vorrangige Ziel der IAS ist, Amateurastronomen und Wissenschaftlern Zugang zu leistungsfähigen Teleskopen unter optimalen astronomischen Bedingungen zu ermöglichen. Der südliche Sternhimmel, der von Mitteleuropa aus nicht sichtbar ist, steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Alle Mitglieder verbindet dabei die Leidenschaft für Astronomie und die Wunder des Weltalls.
Die IAS betreibt zwei Observatorien mit einer Reihe von für den Amateurbereich großen Instrumenten in Namibia. Im Rahmen des Vortrags sollen die Observatorien, Instrumente, Beobachtungsmöglichkeiten und auch die Ergebnisse vorgestellt werden. Der Referent hat bei seinen bisherigen zwei Aufenthalten eine Reihe von eigenen Ergebnissen mit digitalen Spiegelreflexkameras und auch gekühlten Astro-CCD Kameras erzielen können.

Michael Hoppe,
Remscheid

     

Mittwoch,
26.04.17, 20:00 Uhr

Vom perfekten Sternkatalog zum astrometrischen Labor

Trotz aller Bemühungen seit Tausenden Jahren haben Astronomen nur einen geringen Teil der Objekte unserer Milchstraße (die aus geschätzt mehr als 100 Milliarden Sternen besteht) katalogisiert. Von gerade mal 0,0005 Prozent kennt man die Positionen und Abstände, was viel zu wenig ist, um ein vernünftiges Bild unserer eigenen Galaxie zu bekommen. Um die Vergangenheit und die Zukunft der Milchstraße verstehen zu wollen, braucht man noch mehr Daten mit noch höherer Genauigkeit. Die Gaia-Mission wird rund ein Prozent der Sterne unserer Milchstraße astrometrisch, photometrisch und spektroskopisch kartographieren. Reicht das, um einen perfekten Sternkatalog zu erstellen? Wie könnte in der Zukunft ein astrometrisches Labor aussehen?
Dr. Helena Relke,
WHS Essen
     
Freitag,
28.04.17, 20:00 Uhr

Poltergeist Neutrino - Eine Reise von unterirdischen Minen über die Sterne bis zum uranfänglichen Nebel

Mehrere Tausend Milliarden von ihnen durchdringen jede Sekunde ungehindert Ihren Körper. Sie durchqueren problemlos die Erde. Um ihre Existenz nachzuweisen, planten Forscher sogar den Einsatz einer Atombombe.
Die Rede ist von Neutrinos, geisterhaften Elementarteilchen, die auch 60 Jahre nach ihrer Entdeckung weiterhin viele Rätsel aufgeben. Gleichzeitig könnten sie der Schlüssel zu einer neuen, bislang unbekannten Physik sein.
Genauso wie die Nutzung elektromagnetischer Wellen mit Wellenlängen jenseits des sichtbaren Lichts die Astronomie revolutioniert hat, verspricht die Neutrinoastronomie den Blick in ein bisher unbekanntes Universum. Doch ihre "Teleskope" befinden sich nicht auf hohen Bergen oder im Weltraum, sondern möglichst tief verborgen im Inneren der Erde.
Lernen Sie im Vortrag das Neutrino und seine spannende Geschichte von rätselhaften radioaktiven Vorgängen bis zum Physik-Nobelpreis 2015 kennen!

Carsten Busch,
Bremen

     
Freitag,
05.05.17, 20:00 Uhr

Rosetta - Mission zu den Ursprüngen des Sonnensystems

Der Referent war verantwortlich für die Entwicklung und den Betrieb des Radiowellenexperiment RSI an Bord von Rosetta. Der Vortrag gibt Einblicke in diese erfolgreiche Raumfahrtmission aus der Sicht eines Wissenschaftlers der während eines bedeutenden Teils seines Berufslebens an der Entwicklung dieser Raumsonde teilhatte.
Rosetta war eine Weltraummission der europäischen Raumfahrtagentur ESA. Im August 2014 gelangte die Sonde in eine Umlaufbahn um den Kern des Kometen Churyumov-Gerasimenko und begleitete ihn zwei Jahre lang bis zu ihrem kontrollierten Absturz. Elf Instrumente an Bord von Rosetta erforschten den Kometen, fotografierten, untersuchten die Zusammensetzung des Kerns und seines Schweifes sowie die Wechselwirkung mit dem Sonnenwind. Kometen bildeten sich vor etwa 4,5 Milliarden Jahre zeitgleich mit den Planeten. Sie sind somit Zeugen der Frühzeit unseres Sonnensystems und vermutlich hat sich in ihrem Inneren Materie aus dieser Zeit in Form von Staub beinahe unverändert bis heute erhalten. Die Analyse dieser Materie liefert den Wissenschaftlern Informationen über den Ursprung unseres Sonnensystems.

Martin Pätzold,
Köln

     

Freitag,
19.05.17, 20:00 Uhr

Goethes Farbenlehre - Ein Gegenentwurf zu Newtons Analyse des Lichtes

Goethe selbst wollte die „Farbe“ als Ganzes erfassen, d. h. sowohl physikalisch, ästhetisch und praxisbezogen. Dabei ging er davon aus, dass Newtons Theorie der Lichtreflexion und -brechung falsch ist. So ist sein Werk nicht nur eine der umfangreichsten Farbenlehren, sondern gleichzeitig der Versuch Newton zu widerlegen. Wie ist seine Farbenlehre aufgebaut? Auf Grund welcher Experimente kam er zu seinen Ergebnissen? Wo irrt er? Welche Inhalte haben bis heute Bestand?

Beatrix Woyth,
WHS Essen

     

Freitag,
02.06.17, 20:00 Uhr

Van Goghs Sternennacht - Der Kosmos im Kunstwerk

Das berühmte Gemälde Vincent van Goghs entstand in einer Nervenheilanstalt im südfranzösischen Ort St.-Rémy-de-Provence, in der sich van Gogh nach Ausbruch eines Anfallsleidens ein Jahr lang aufhielt.
Wie sich mit Hilfe der Astronomie den Entstehungsumständen der „Sternennacht“ und der anderen Nachtbilder des berühmten Künstlers nachspüren lässt, wird in diesem Vortrag vorgestellt und diskutiert. Das vermeintlich „irre Nachtbild“ van Goghs erscheint so in einem neuen, überraschenden und sinnvollen Kontext. Mit Bildern von den Originalschauplätzen und vielen Anregungen für eigene neue Sichtweisen auf die Natur und den gestirnten Himmel.

Dr. Burkard
Steinrücken,
Recklinghausen