Vortragsprogramm der
Walter-Hohmann-Sternwarte
Frühling 2016
 

Die Vorträge finden, soweit nicht besonders gekennzeichnet, in den Räumen der Walter-Hohmann-Sternwarte statt!

Bei klarem Wetter: Mittwochs ab 20:00 Uhr (bzw. nach Einbruch der Dunkelheit während der Sommermonate) sowie nach den Vorträgen: Himmelsbeobachtung 
Von Mitte Mai bis Ende August sonntags von 14:00 -16:00 Sonnenbeobachtung (bei wolkenlosen bzw. leicht bewölktem Himmel)

 
Freitag,
11.03.16, 20:00 Uhr

Der Sternenhimmel über dem Ruhrgebiet; Astronomische Ereignisse von März bis September 2016

Nach einem kurzen Rückblick über astronomische Glanzpunkte des vergangenen Halbjahres fasst der Vortragende die Ereignisse am Sternenhimmel zusammen, welche uns in den kommenden Monaten bevorstehen. Außerdem wird gezeigt, welche Gestirne günstig zu sehen sind. Wann ist eine Sonnen- oder Mondfinsternis in Essen zu sehen? Welche Sternbilder sind sichtbar? Wo sind die Planeten am Himmel zu finden? Der Vortrag gibt Antworten und regt zu eigenen Beobachtungen an.

Helmut Metz,
WHS Essen
     
Freitag,
18.03.16, 20:00 Uhr

Van Goghs Sternennacht - Der Kosmos im Kunstwerk

Das berühmte Gemälde Vincent van Goghs entstand in einer Nervenheilanstalt im südfranzösischen Ort St.-Rémy-de-Provence, in der sich van Gogh nach Ausbruch eines Anfallsleidens ein Jahr lang aufhielt.
Wie sich mit Hilfe der Astronomie den Entstehungsumständen der „Sternennacht“ und der anderen Nachtbilder des berühmten Künstlers nachspüren lässt, wird in diesem Vortrag vorgestellt und diskutiert. Das vermeintlich „irre Nachtbild“ van Goghs erscheint so in einem neuen, überraschenden und sinnvollen Kontext. Mit Bildern von den Originalschauplätzen und vielen Anregungen für eigene neue Sichtweisen auf die Natur und den gestirnten Himmel.

Dr. Burkard
Steinrücken, Westf.
Sternwarte und
Planetarium
Recklinghausen
     
Mittwoch,
06.04.16, 20:00 Uhr

Weißt Du, wieviel Sternlein stehen?

Dieser Vortrag zum Mitmachen richtet sich an alle, die fasziniert sind von den vielen leuchtenden Punkten am Himmel. Aber was sind Sterne eigentlich, wie fasst man sie zu Sternbildern zusammen? Wo ist mein Sternbild und wann kann man es sehen? Wie funktioniert eine drehbare Sternkarte und was ist eigentlich die Milchstraße? Wieso bewegen sich einige Lichter langsam und einige rasend schnell?
Für diesen Anfängerkurs benötigen Sie keine Vorkenntnisse. Nehmen Sie während des Vortrags selber eine Himmelskarte in die Hand und erkennen Sie die ewigen Kreisläufe. Verschaffen Sie sich einen Überblick, wann welche Sternbilder zu sehen sind.
Die andere Frage „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen?“ wird natürlich auch beantwortet.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund

     

Freitag,
08.04.15, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 1: Ausrüstung


In diesem Workshop lernen Sie die Grundlagen der Astronomie und Astrofotografie kennen und haben genug Zeit, neben den Vortragsteilen auch selber am Teleskop "Hand anzulegen". Wenn Sie bereits ein Teleskop besitzen, aber nicht damit zurechtkommen, bringen Sie es doch einfach mit! Wir bekommen das gemeinsam schon hin. Möchten Sie das Gesehene auch fotografisch festhalten, dann machen Ihnen das moderne digitale Spiegelreflexkameras (DSLR) möglich.
Bitte an warme Bekleidung denken!
Dr. Tom Fliege,
Dortmund
     
Mittwoch,
13.04.16, 20:00 Uhr

Sternbilder und ihre mythologischen Bedeutungen im klassischen Altertum

Was haben sich die alten Griechen beim Anblick des Sternenhimmels gedacht? Welche Geschichten verbanden sie mit den Sternbildern, die wir auch heute noch in sternenklaren Nächten bewundern können? Als Zeus noch die Geschicke der Menschheit bestimmte und Götter auf Erden wandelten und Helden Meeres – und andere –Ungeheuer bezwangen, Jäger dem goldenen Vlies nachjagten , Krieger manche Schlachten schlugen, geflügelte Pferde, Nymphen und Sirenen die Erde bevölkerten, da entstanden die Geschichten an den Lagerfeuern der griechischen Antike. Tauchen Sie ein in eine Zeit, da das Wünschen noch geholfen hat...

Annegret Buns,
WHS Essen

     

Freitag,
15.04.16, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 2: Sonnensystem


Zusammenfassung siehe unter „Teil 1“.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund
     

Mittwoch,
20.04.16, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 3: Deep Sky


Zusammenfassung siehe unter „Teil 1“.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund

     
Mittwoch,
27.04.16, 20:00 Uhr

Ist das "Unendliche" in unserer Vorstellungswelt von Kosmos, Mikrokosmos und anderen Bereichen nur eine Fiktion?

Die Vorstellung von unendlichen Räumen und Zeiten beruht auf dynamischen Denk-prozessen: Zu jeder Zahl lässt sich ein Nachfolger finden, zu jedem räumlichen Gebilde ein größeres, das das zuerst betrachtete umfasst. Entsprechend lässt sich eine Strecke halbieren, eine Hälfte wieder halbieren, usw., so dass man zu unendlich kleinen Größen kommt. Das Unendliche als Objekt liegt außerhalb unserer Erfahrung. Dem Begriff “unendlich” liegt die von der Natur häufig gebotene, aber nicht immer funktionierende Möglichkeit zugrunde, zu verallgemeinern. Von der Gültigkeit einer Gesetzmäßigkeit in einem kleineren Bereich wird auf deren Gültigkeit in einem umfassenderen Bereich geschlossen. Der Vortrag zeigt die Schwierigkeiten im Umgang mit dem Unendlichkeit an Hand einiger Beispiele aus der Naturwissenschaft und Mathematik.

Karl-Heinz Klapdohr,
WHS Essen

     

Freitag,
29.04.16, 20:00 Uhr

Workshop Astronomie und Astrofotografie,
Teil 4: Astrofotografie


Zusammenfassung siehe unter „Teil 1“.

Dr. Tom Fliege,
Dortmund
     
Mittwoch,
04.05.16, 20:00 Uhr

Informationstechnologien und Fotografische Astrometrie

Seit der Entwicklung der fotografischen Glasplatten strebten die Astronomen aus der ganzen Welt eine vollständige fotografische Kartierung des ganzen Himmels an. Die Tausende von Fotoplatten, aufgenommen für die bekanntesten Projekte des 19. und 20. Jahrhunderts, wie die „Carte du Ciel“ (Europe), die POSS (USA), das „FON“ Projekt (UdSSR) und viele andere, enthalten eine so ungeheure Menge sehr wichtiger Informationen, dass die vollständige Bearbeitung dieser Fotoplatten mit damaligen Methoden nicht möglich war. Könnten die modernen Informationstechnologien die Reduktion dieser Fotoplatten voranbringen? Oder waren die ganzen Anstrengungen umsonst und die Fotoplatten bleiben in verschiedenen Archiven unbearbeitet liegen?

Dr. Helena Relke,
WHS Essen

     
Freitag,
13.05.16, 20:00 Uhr

Astronomische Urlaubsimpressionen im Zeitraffer

Im Urlaub erleben viele den Sternenhimmel so, wie er nie vorher gesehen wurde. Woran liegt das? Das wird der Vortrag beantworten und in eindrucksvollen Zeitraffern des Nachthimmels wiedergeben. Die eindrucksvolle Milchstraße und die eindrucksvollen Dämmerungen und Wolkenformationen werden in einer Form gezeigt, die außergewöhnlich ist.

Michael Kunze,
Moerser Astro-
nomische Organi-
sation

     

Mittwoch,
18.05.16, 20:00 Uhr

Die Farben des Himmels

In diesem Vortrag wird nicht nur erklärt warum der Himmel blau ist – und der Sonnenuntergang rot. Es erwarten Sie der Regenbogen und andere faszinierende Beobachtungen wie Nebensonnen, eine Korona um den Mond oder auch das „Brockengespenst“ und vieles mehr! Die grundlegenden optischen Effekte werden erklärt. Die vorgestellten Phänomene kann man einfach selbst in der Natur beobachten, wenn man weiß wie, wann und wo – bis hin zum Polarlicht im Ruhrgebiet.

Prof. Dr. Heinz
Hövel, Dortmund

     

Mittwoch,
01.06.16, 20:00 Uhr

Monde - faszinierende Welten

Wir kennen mittlerweile 168 Monde im Sonnensystem. Folgen Sie dem Referenten auf eine Reise zu den spektakulärsten, schönsten und seltsamsten dieser Himmelskörper.
Erfahren Sie was wir von den Monden gelernt haben und erhalten Sie Einblick in ein Forschungsgebiet, das es beinahe gar nicht gegeben hätte.

Detlef Steinen,
WHS Essen

     
Freitag,
10.06.16, 20:00 Uhr

Die Internationale Amateursternwarte e.V. (IAS) - Sternfreunde unter südlichem Himmel in Namibia

Der im Jahr 1999 gegründete Verein "Internationale Amateursternwarte e. V." (IAS) bietet Amateurastronomen die Möglichkeit, an großen Teleskopen unter optimalem Himmel in eigener Regie zu beobachten, zu fotografieren und wissenschaftliche Arbeiten durchzuführen. Das vorrangige Ziel der IAS ist, Amateurastronomen und Wissenschaftlern Zugang zu leistungsfähigen Teleskopen unter optimalen astronomischen Bedingungen zu ermöglichen. Der südliche Sternhimmel, der von Mitteleuropa aus nicht sichtbar ist, steht dabei im Mittelpunkt des Interesses. Alle Mitglieder verbindet dabei die Leidenschaft für Astronomie und die Wunder des Weltalls.
Die IAS betreibt zwei Observatorien mit einer Reihe von für den Amateurbereich großen Instrumenten in Namibia. Im Rahmen des Vortrags sollen die Observatorien, Instrumente, Beobachtungsmöglichkeiten und auch die Ergebnisse vorgestellt werden. Der Referent hat bei seinen bisherigen zwei Aufenthalten eine Reihe von eigenen Ergebnissen mit digitalen Spiegelreflexkameras und auch gekühlten Astro-CCD Kameras erzielen können.

Michael Hoppe,
Remscheid