Vortragsprogramm der Walter-Hohmann-Sternwarte
Frühling 2011
 

Alle Vorträge finden in den Räumen der Walter-Hohmann-Sternwarte statt!

Die rot gekennzeichneten Vorträge gehören zum Familienprogramm und sind geeignet für Kinder mit dem entsprechenden Alter. 

Bei klarem Wetter: Mittwochs und  Freitags ab 20:00 Uhr sowie nach den Vorträgen: Himmelsbeobachtung 
Jeden Sonntag von 14:00 -16:00 bei wolkenlosen bzw. leicht bewölktem Himmel: Sonnenbeobachtung

 
Mittwoch,
16.02.11, 17:00 Uhr

Quer durchs Weltall mit der WHS

Die Walter-Hohmann-Sternwarte lädt Familien mit Kindern ab 8 Jahren zu einer erlebnisreichen Reise ein, welche von der Erde über mehrere Zwischenstationen bis zu den fernsten Galaxien und Quasaren führt.

Martina Mouson und
Rainer Borchmann,
WHS Essen
     
Freitag,
04.03.11, 20:00 Uhr

Der Sternenhimmel über dem Ruhrgebiet

Astronomische Ereignisse im Frühling/Sommer 2011
Nach einem kurzen Rückblick über astronomische Highlights des vergangenen Halbjahres fasst der Vortragende die Ereignisse am Sternenhimmel zusammen, welche uns in den kommenden Monaten bevorstehen. Außerdem wird gezeigt, welche Gestirne günstig zu sehen sind. Wann ist eine Sonnen- oder Mondfinsternis in Essen zu sehen? Welche Sternbilder sind sichtbar? Wo sind die Planeten am Himmel zu finden? Der Vortrag gibt Antworten und regt zu eigenen Beobachtungen an

Dipl. Ing. Helmut
Metz, WHS Essen
     

Freitag,
11.03.11, 20:00 Uhr

Chile via Panamericana

Drei Amateurastronomen bereisten die Atacama-Wüste von Chile, um dort die Großobservatorien der Amerikaner und der Europäer zu besuchen. Neben dem Las Campanas Observatorium mit den zwei 6,5-m-Magellan-Teleskopen konnte auch das Paranal-Observatorium mit seinen vier 8,2-m-Teleskopen besichtigt werden. In mehreren Nächten wurde auch die hervorragende Qualität des dortigen Sternenhimmels genutzt, um mit Weitwinkelobjektiven die Pracht des nächtlichen Himmels auf den Chip zu bannen.

Rainer Sparenberg,
Bochum

     
Freitag,
18.03.11, 20:00 Uhr

Die Himmelsscheibe von Nebra - Kosmologie in der Bronzezeit?

Die Himmelsscheibe von Nebra ist eine ca. 32 cm große Bronzeplatte mit Goldapplikationen. Diese stellen wohl Sonne, Halbmond und Sterne dar. Sie wurde im Sommer 1999 durch Raubgräber nahe der Stadt Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt und befindet sich heute im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Die Scheibe gilt als bisher weltweit früheste Darstellung eines astronomischen Kalenders aus der Bronzezeit um 1600 v. Chr.. Die Diskussionen über das Alter der Scheibe und die Interpretation der Darstellungen führen Archäologen, Astronomen und Naturwissenschaftler äußerst kontrovers. Der Vortrag beleuchtet die verschiedenen Argumente und vergleicht die astronomisch gedeuteten Monumente bzw. Objekte aus der Bronzezeit Europas mit dem Ziel, sich der kosmologischen Vorstellungswelt dieser Epoche anzunähern.
Dr.phil. Andrea
Mersch, Frankfurt
     

Mittwoch,
23.03.11, 20:00 Uhr

Trennung zwischen Religion und Naturwissenschaften - ein "Muss"? - Unter welchen Bedingungen ist eine Wiedervereinigung möglich?

Teil 1: Zugänge zur Religion außerhalb von Tora, Bibel und Koran

Einleitung: Wie kommen religiösen Vorstellungen zustande?
1. Die schwer zu fassenden religiösen Vorstellungen der Völker der Vorzeit
2. Das Außersichsein als Quelle wissenschaftlicher, kultureller und religiöser Ideen ( "Biologische Basis religiöser Erkenntnis", nach Carl Friedrich von Weizäcker und Gopi Krisna, basierend auf der Protokollierung einer Reihe gescheiterter Meditationsversuche und deren Folgen)
3. Die Pythagoräer als Begründer von Philosophie, inklusive Mathematik + Naturwissenschaften und als religiöse Sekte
4. Andere griechische Denker, die an den Fundamenten der Naturwissenschaften beteiligt waren und Zweifel an Homers Götterwelt anmeldeten.

Karl-Heinz Klapdohr,
WHS Essen
     

Mittwoch,
30.03.11, 20:00 Uhr

Trennung zwischen Religion und Naturwissenschaften - ein "Muss"? - Unter welchen Bedingungen ist eine Wiedervereinigung möglich?

Teil 2: Leistungen und Irrtümer der Buchreligionen - im Spannungsfeld zwischen dem astronomisch/astrologischen Wissen der Zeit und den historischen Erfahrungen

Einleitung: Die zwangsläufigen Konflikte der zu Büchern erstarrten Religionen
1. Wechselwirkungen zwischen Lebensbedingungen, Gesellschaftsstrukturen und Glauben
2. Religion, Wissenschaft und Recht im alten Babylon
3. Die abstrakten Gottesvorstellungen der Hebräer nach dem babylonischen Exil
und die pädagogischen Methoden, sie durchzusetzen.
4. Das wissenschaftlich/geistige Umfeld des neuen Testaments und des Korans.

Karl-Heinz Klapdohr,
WHS Essen
     
Freitag,
01.04.11, 20:00 Uhr

Europas erste Sternwarten - Uraniborg und Schloss Kassel

Der Landgraf Wilhelm IV. errichtete 1560 auf seinem Schloss in Kassel die erste neuzeitliche Sternwarte, die auch Tycho Brahe zu seinen berühmten Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Ostseeinsel Hven anregte, die ab 1576 entstanden. Wozu wurden diese Sternwarten und ihre Instrumente eingesetzt? Welche Ziele verfolgte die Astronomie im 16. Jahrhundert und welche Impulse für das astronomische Weltbild gingen von dieser Forschung aus?.

Dr. Burkard
Steinrücken,
Sternwarte
Recklinghausen
     
Mittwoch,
06.04.11, 20:00 Uhr

Trennung zwischen Religion und Naturwissenschaften - ein "Muss"? - Unter welchen Bedingungen ist eine Wiedervereinigung möglich?

Teil 3: Die Trennung von Wissenschaft und Religion im 18. Jahrhundert

1. Die Veränderungen im Denken, die zur Renaissance, der Kirchenspaltung und der Aufklärung führten
2. Die Wechselwirkungen zwischen der klassischen Physik (nach Newton) und den Buchreligionen
3. Die große Wende, bedingt durch die neuen Raum-Zeit-Vorstellung der Relativitätstheorie und der Entdeckung des Zufalls in der Quantenmechanik, sowie der ganz andere Zufall in instabilen Systemen fern vom Gleichgewicht (Erläuterungen an 3 prägnanten Beispielen)
4. Die Väter der modernen Physik als Philosophen und Theologen. (unter Rückgriff auf das Buch: Die Philosophie der Physiker Beck-Verlag)

Karl-Heinz Klapdohr,
WHS Essen
     

Mittwoch,
13.04.11, 20:00 Uhr

Tipps zur erfolgreichen Himmelsfotografie mit modernen Digitalkameras

Die Himmelsfotografie profitiert von den hochempfindlichen Digitalkameras wie kein anderer Zweig in der Astronomie. Innerhalb weniger Jahre ist der vollständige Wechsel von der chemischen Fotografie auf die Digitaltechnik vollzogen worden. Und die Kameras werden - bei sinkenden Preisen - immer leistungsfähiger. Was die Digitalkameras bei der Mond-, Sonnen-, Planeten- und Deep-Sky-Fotografie leisten, wird in diesem Vortrag präsentiert. Tipps zur eigenen erfolgreichen Aufnahme von Astro-Bildern inklusive.

Bernd Koch, Sörth
(Westerwald)
     
Freitag,
15.04.11, 20:00 Uhr

Trennung zwischen Religion und Naturwissenschaften - ein "Muss"? - Unter welchen Bedingungen ist eine Wiedervereinigung möglich?

Teil 4: Wo liegen die Grenzen der Naturwissenschaften?
Was bleibt von den Religionen, wenn man die aus historischer und wissenschaftlicher Sicht falschen Aussagen streicht? Kann das, was von beiden bleibt, sich ergänzen?

1. Illusionen des mechanistischen Weltbilds
2. Die Bedeutung des neu zu sehenden Zufalls im Schicksal des Einzelnen und in der Geschichte der Völker
3. Wie viel Glauben enthält unser "Wissen"?
4. Grenzen der Politiker und Religionsführer
5. Zusammenfassung

Karl-Heinz Klapdohr,
WHS Essen
     

Mittwoch,
04.05.11, 17:00 Uhr

Am Anfang war der Urknall

Vom stürmischen Beginn bis in die ferne Zukunft führt eine Zeitreise, zu welcher die WHS Familien mit Kindern ab 10 Jahren mitnimmt.

Martina Mouson und
Rainer Borchmann,
WHS Essen
     

Freitag,
06.05.11, 20:00 Uhr

 

Kleinplanet Vesta und der HED-Clan

Im August 2011 bekommt der Kleinplanet (4) Vesta Besuch von der amerikanischen Sonde Dawn. Über mehrere Monate soll dieser Kleinplanet genau untersucht werden. Die Wissenschaftler erwarten u.a. die Beantwortung der Frage ob Meteoriten, die auf der Erde gefunden wurden und derzeit als Teile Asteroiden Vesta angesehen werden (der HED-Clan), auch tatsächlich von dort stammen. Der Vortrag zeigt das derzeitige Wissen über Vesta auf, stellt den HED-Clan vor und erläutert die geplanten Experimente der Dawn-Mission.

André Knöfel,
Lindenberg

     

Freitag,
13.05.11, 20:00 Uhr

Sternstunden - Der Nachthimmel im Zeitraffer

Das Zodiakallicht über dem chilenischen Altiplano, der Aufgang der Milchstraße über den Namib, der Tanz der Polarlichter am norwegischen Nachthimmel. Diese und viele weitere Motive hat der Referent, ein begeisterter Astrofotograf, in bis zu 24-stündigen Zeitrafferaufnahmen festgehalten. Die Zuschauer lernen die wichtigsten Sternbilder und die Entstehung zahlreicher kosmischer Phänomene kennen. Außerdem erfahren sie von den teils widrigen Bedingungen, unter denen die Aufnahmen entstanden sind.

Bernd Pröschold,
Köln
     
Freitag,
20.05.11, 20:00 Uhr

Spektroskopie unterm Ruhrpotthimmel - für Einsteiger

1. Bunte Streifen auf der CCD eines Photoapparates , wie geht das?
Eine Ausrüstung, die von Konfimanden-/Kommunionsgeschenken oder der Jahresendprämie locker bezahlbar ist.
Welche Spektrografentypen werden von Amateuren genutzt und worin liegen ihre Einsatzgebiete und Unterschiede?
2. Wir spalten Licht auf,
Ein Kaffeklatsch mit den Herrn Niels Bor und Max Planck rund um die Frage; was uns das Licht erzählen kann.
3. Spektralklassen der Sterne: O B A F G K M
Merksatz: Oh bei allen Fixsternen gibt's kennzeichnende Merkmale
4. Was machen wir nun mit einem Spektrum?
Auswertesoftware, leicht zu erlernen und kostenfrei
5. Können Amateure (nennen wir sie mal lieber Liebhaberastronomen) mit Profis zusammenarbeiten? Oder soll das alles bloß Spaß machen?
6. Unendliche Weiten: Wo finden wir sinnvolle Tipps im Internet.

Rainer Borchmann,
WHS Essen
     

Freitag,
27.05.11, 20:00 Uhr

Planetenfotografie mit Amateurmitteln

Die Fotografie der Planeten, aber auch von Sonne und Mond hat sich in den vergangenen Jahren stürmisch entwickelt. Mit dem Aufkommen digitaler Kameras fotografieren Amateure diese Objekte in einer Schärfe, wie sie bis vor zwei Jahrzehnten nur professionellen Großsternwarten vorbehalten war. Der Vortrag erklärt Technik und Methoden, mit welche heute jedermann hochauflösende Fotos der Planeten machen kann.

Dipl. Ing. Helmut
Metz, WHS Essen
     
Freitag,
15.07.11, 20:00 Uhr

Mythen und Fakten aus "Goldfinger"

Im Vortrag geht es um die Mythen, die der wohl bekannteste James Bond Film "Goldfinger" ausgelöst hat. Wieso stirbt man an einem Goldüberzug? Kann man sich im Auge einer Person spiegeln? Kann ein Laser Gold schmelzen? Wie funktioniert das teuflische Unternehmen "Grand Slam"? Diese und andere Fragen werden im Vortrag geklärt.

Prof.Dr. Metin
Tolan, Universität
Dortmund