Bedienung der Anwendung "Panorama"
 
Inhalt

Systemvoraussetzungen

Start der Anwendung

Funktionen des Mauszeigers

Die Info- und Navigationsleiste am unteren Bildrand

Der Zeit-Button

Der Ort-Button

Der Koordinatensystem-Button

Der Einstellungs-Button



Systemvoraussetzungen

Zum Starten der Porgramme sind der Flash-Player ab Version 10.2 sowie eine Bildschirmauflösung von mindestens 1024 x 768 Pixeln erforderlich. Die neueste Version des Flash-Players kann hier kostenlos heruntergeladen werden.



Start der Anwendung

Das Programm passt sich beim Start über das Anklicken eines Links in der Himmelsvorschau automatisch der vorhandenen Bildschirmauflösung an. Beim Start erscheint ein Infofenster mit einer Kurzbeschreibung der dargestellten Szene. Dieses kann beliebig verschoben werden und verschwindet, sobald auf den Schließbutton geklickt oder die Szene verändert wird.

Über die Änderung der Einstellungen in der Navigationsleiste unten ist es möglich, sich den Himmelsausschnit auch zu anderen Zeiten und in anderen Richtungen anzeigen zu lassen.

 



Funktionen des Mauszeigers
Wird der Mauszeiger über ein Objekt bewegt, erscheint der Name, oder falls nicht vorhanden, die astr. Bezeichnung des Objekts. Bei einem Klick auf das Objekt erscheinen ein Fadenkreuz und das Infofenster mit weiteren Daten über das Objekt. Welcher Art diese Daten sind, hängt davon ab, um welche Art von Objekt es sich handelt.


Die Info- und Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand
Bereiche 1 und 2: Unterhalb der Datumsangabe bzw. der Zeitangabe mit Zeitzone kann mit den runden Pfeil-Buttons vor- und zurück durch die Zeit um den Intervall navigiert werden, der im Auswahlfeld dazwischen angewählt ist.

Bereich 3: Sternzeit und julianisches Datum.
Bei der Sternzeit handelt es sich eher um eine Orts- als um eine Zeitangabe. Gemeint ist damit der "Längengrad" der Himmelskugel, der infolge der Erdrotation zum gegebenen Zeitpunkt durch den Meridian im Süden (auf der Südhalbkugel der Erde Norden) geht. Im Gegensatz zu irdischen Koordinaten, die in Grad angegeben werden, werden Längengradangaben an der Himmelskugel im sog. Zeitmaß angegeben. Dabei werden lediglich 360° in 24 Stunden unterteilt, dementsprechend betragen 15° = 1 Stunde und 1° = 4 Minuten im Zeitmaß.
Z.B. befindet sich bei einer Sternzeit von 2:10 Uhr der 32,5te Längengrad der Himmelskugel im Meridian (2 Stunden zu je 15° = 30°, plus 10 Minuten / 4 Minuten pro Grad = 2,5° ergibt addiert 32,5°).
Beim julianischen Datum handelt es sich um eine fortlaufende Tageszählung und entspricht der Anzahl an Tagen, die seit dem 1. Januar 4713 v. Chr. um 12 Uhr Weltzeit (=MEZ - 1 Stunde) vergangen sind. Da sich die bürgerliche zählweise mit unterschiedlich langen Jahren und Monaten für zeitabhängige Berechnungen nicht eignet, dient die julianische Tageszählung als Grundlage fast jeder astronomischen Berechnung.
Bereich 4: Die geographischen Koordinaten des eingestellten Beobachtungsortes.

Bereich 5: Azimut und Höhe des Bildmittelpunktes. Im Gegensatz zur Seefahrt oder auf zahlreichen Kompassen, bei denen der Ursprung der Azimutzählung im Norden liegt, wird hier die astronomische Zählweise verwendet. Sie beginnt im Süden bei 0° und wird über 90° (Westen), 180° (Norden) und 270° (Osten) im Uhrzeigersinn gezählt. Bei der Höhe sind hier Werte zwischen 0° und 90° möglich, wobei bei 0° der Blick in die Horizontebene und bei 90° senkrecht nach oben gerichtet ist.

Bereich 6: Im linken Bereich kann die Blickrichtung mit den Pfeiltasten waagerecht oder senkrecht um den Betrag geschwenkt werden, der im Auswahlfeld dazwischen angewählt ist. Alternativ können auch die 8 Haupt-Himmelsrichtungen direkt angewählt werden, wobei die Höhe unverändert bleibt. Unterhalb der Himmelsrichtungs-buttons befindet sich ein Schieberegler, mit dem ins Bild hinein- und hinausgezoomt werden kann. Die Zahlenangabe in Grad entspricht dabei der Ausdehnung der senkrechten Bildachse.

Bereich 7: Dort wird die Position des Mauszeigers im aktuell angewählten Koordinatensystem angezeigt.


Der Zeit-Button

Bei einem Klick auf diesem Button öffnet sich ein Fenster, in dem Datum und Zeit eingestellt werden können. Möglich sind Eingaben zwischen 5000 vor und 50000 nach Chr.

Die bei Sonne, Mond und Planeten verwendeten Reihenentwicklungen liefern in einem Zeitraum von ca. +/- 1000 Jahren Ergebnisse mit einer Genauigkeit von einigen Bogensekunden (1 Bogensekunde entspricht ca. 1/1800 Vollmonddurchmesser). Bis zu einem Zeitraum von ca. 4000 Jahren liegt die Genauigkeit noch im Bereich von Zehntel Grad. Darüber hinaus kann der Fehler auf mehrere Grad anwachsen, je nachdem wie weit der gewählte Zeitpunkt von der Gegenwart entfernt ist.

Mit einem Klick auf "Okay" oder "Abbruch" können die geänderten Werte übernommen oder verworfen werden.



Der Ort-Button

Bei einem Klick auf den Ort-Button öffnet sich ein Fenster, in dem geographische Länge und Breite des Beobachtungsortes sowie die Zeitzone eingestellt werden können.

Die Zeitverschiebung kann dabei auf zweierlei Art verändert werden: Bei unbekannter Zeitverschiebung und bekannter Zeitzone kann in dem ZeitzonenAuswahlfeld eine Zeitzone angewählt werden, wobei dann automatisch die korrekte Zeitverschiebung eingestellt wird. Es ist aber auch möglich, mit den Pfeiltasten neben dem Feld für die Zeitdifferenz zur Weltzeit jede beliebige Zeitverschiebung unabhängig von den Zeitzonen im Zeitzonen-Auswahlfeld in Halbstunden-Intervallen einzustellen.

Kann die eingestellte Zeitverschiebung nach der Übernahme keiner bekannten Zeitzone zugeordnet werden, erscheint anschließend im Bereich 2 der Info- und Navigationsleiste anstatt der Zeitzonenangabe die Verschiebung zur Weltzeit in der Form "UT +/- x h".



Der Koordinatensystem-Button
Dieser Button erfüllt eine Doppelfunktion. Wird der Mauszeiger darüber bewegt, erscheint ein Menü mit den 5 verschiedenen Koordinatensystemen, die angezeigt werden können. Dabei stehen die Oprtionen "Aus", "Fixpunkte" und Gitternetz zur Verfügung. Unter "Fixpunkte" werden der Äquator-Großkreis und die Pole des entsprechenden Systems (Nordpol als gefüllter, Südpol als ungefüllter Kreis) in der entsprechenden Farbe gezeichnet. Wird die Option "Als Mausposition" aktiviert, erscheint die Mausposition in den Koordinaten des angewählten Systems im Bereich 7 der Navigations- und Infoleiste.

Bei einem Klick auf den Button erscheint ein Fenster, in dem die Anzeigeeigenschaften und Farben für jedes der 5 Koordinatensysteme seperat eingestellt werden können.


Der Einstellungs-Button

Wird der Mauszeiger darüber bewegt, erscheint ebenfalls ein Menü, mit dem verschiedene Einstellungen vorgenommen werden können.

Sternbildlinien und Sternbildbeschriftung: Können komplett ein- oder ausgeschaltet werden. Wird die Option "Rollover" angewählt, werden die Sternbilder und/oder deren Beschriftung eingeblendet, sobald der Mauszeiger darüber bewegt wird.

Sternbildnamen: Diese können wahlweise in deutsch, latein oder als Kurzbezeichnungen angezeigt werden.

Projektion: Da sich die dreidimensionale Himmelskugel nicht verzerrungsfrei auf einer ebenen Fläche darstellen lässt, ist es notwenig, diese mit Hilfe einer geeigneten Methode bestmöglich auf die Bildschirmfläche zu projizieren. Hier stehen dazu die Optionen "Perspektivisch" und "Stereografisch" zur Verfügung. Die perspektivische oder auch gnomonische Projektion hat den Vorteil, dass alle Großkreise des Himmels unabhängig von der Position der Bildmitte als Gerade erscheinen. Durch die gerade Horizontlinie wirkt diese Art der Projektion sehr natürlich, solange der Blickwinkel

nicht allzu groß wird. Ab einer gewissen Größe des Blickwinkels nehmen jedoch Verzerrung und Abbildungsfehler zum Rand hin stark zu. Aus diesem Grund ist der Blickwinkel bei dieser Projektion auf max. 70° begrenzt. Die stereografische Projektion ist in der Lage, auch sehr große Blickwinkel ohne starke Verzerrungen darzustellen. Allerdings erscheinen die Großkreise hier nicht als Gerade solange sie nicht die Bildmitte kreuzen. Je nach Anforderung kommen hier beide Projektionen zum Einsatz: In der Rubrik "Planetenlauf" ist es die perspektivische, in der Rubrik "Sternenhimmel" die stereografische Projektion.

Horizont: Hier kann der Horizont wahlweise eingeschaltet, ausgeschatet oder auch ohne umgebende Landschaft dargestellt werden, was dem Anblick auf offener See entspricht.

Eigenbewegung Sterne: Weil die Sterne sehr weit entfernt sind, erscheinen sie am Himmel wie fixiert, was ihnen damals auch den Namen "Fixsterne" eingebracht hat. Tatsächlich bewegen sie sich jedoch zusammen mit unserer Sonne mit einer unvorstellbaren Geschwindigkeit um den Kern unserer Heimatgalaxie. Diese Bewegung kann sich am irdischen Himmel innerhalb im Laufe von Jahrtausenden sowohl als allmähliche Ortsveränderung als auch in Entfernungsänderungen (die sog. Radialgeschwindigkeit) bemerkbar machen. Wie stark diese Veränderungen sind, hängt hauptsächlich von der Entfernung des Sterns ab: Während sich diese Effekte bei sehr weit entfernten Sternen in Zeiträumen von Zehntausenden von Jahren kaum bemerkbar machen, können Sterne in der Sonnenumgebung stark davon betroffen sein. Ein Paradebeispiel dafür ist Arktur, gegenwärtig hellster Stern am nördlichen Himmel, der die größte Eigenbewegung der hellsten Sterne aufweist. Mit den Checkboxen im Untermenü kann können sowohl die Ortsveränderung am Himmel als auch die Änderung der Entfernung unabhängig voneinander ein- oder ausgeschaltet werden.


Bei einem Klick auf den Einstellungs-Button erscheint ein Fenster, mit dem weitere Bildeinstellungen vorgenommen werden können:

Sonnen- und Mondscheibe: Bei großen Blickwinkeln wären die Durchmesser von Sonne und Mond bei maßstabgerechter Skalierung nur wenige Pixel groß, was das Erkennen z.B. von Mondphasen unmöglich macht und die Bilder auch nicht besonders natürlich aussehen lassen würde. Deshalb werden Sonnen- und Mondscheibe im Normalfall zu groß dargestellt. Erst ab einem Blickwinkel von ca. <20° erscheinen Sonnen- und Mondscheibe maßstabgetreu. Mit dem Schieberegler kann die Mindestgröße von Sonnen- und Mondscheibe zwischen 5 und 40 Pixel eingestellt werden. Bei Finsternissen werden jedoch die relativen Größenverhältnisse zwischen Sonne, Mond und Erdschatten berücksichtigt, so dass die Phase der Finsternis auch bei zu groß geratenem Mond bzw. Sonne korrekt dargestellt wird.


Grenzgröße Sterne:
Befindet sich der Schieberegler rechts am Anschlag, werden alle verfügbaren Sterne dargestellt. Je weiter dieser Regler nach links verschoben wird, umso mehr schwache Sterne werden ausgeblendet und umso mehr nimmt die Anzahl der dargestellten Sterne ab.

Farbe Sternbildliniern: Mit Hilfe der Colorpicker kann die Farbe der Sternbildlinien eingestellt werden. Dabei können Tierkreissternbildern und normalen Sternbildern verschiedene Farben zugewiesen werden. Mit dem Schieberegler kann der Kontrast der Linien zum Himmelshintergrund variiert werden.

Horitonttransparenz: Hiermit können Sterne unter dem Horizont sichtbar gemacht werden, ohne den Horizont auszuschalten.

Himmelshelligkeit und Helligkeitsmodus: Damit ist es möglich, z.B. den Himmel "abzudimmen" und so die Sterne und Planeten zu sehen, die eigentlich unsichtbar mit der Sonne am Taghimmel stehen. Mit dem Schieberegler kann eine Himmelshelligkeit eingestellt werden, die dem entsprechenden Sonnenstand entspricht. Mit der Wahl des Helligkeitsmodus wird festgelegt, wie diese interpretiert wird.
Wird "Normal" angewält, hat die Stellung des Schiebereglers keine Auswirkung, da in diesem Fall der Himmelshintergrund und die Sichtbarkeit der Sterne entsprechend dem Sonnenstand dargestellt werden. Ist die Option "Min" aktiviert, bleibt es entweder heller bzw. es wird nicht dunkler, als es der Stellung des Schiebereglers entspricht. Die Option "Max" bewirkt das Gegenteil. Ist sie angewählt, dann ist es entweder dunkler bzw. maximal so hell wie es der Stellung des Schiebereglers entspricht. Die Option "Fixiert" behält die Himmelshelligkeit entsprechend des Schiebereglers unabhängig vom Sonnenstand bei.