Sonnen- und Mondlauf im Dezember
 
Die Sonne

Die Sonne läuft während der ersten Dezemberhälfte durch den südlichen Teil des Sternbildes Schlangenträger. Am 18. tritt sie in das Sternbild Schütze, wo sie im 21. nachmittags um 17:18 Uhr ihren südlichen Wendepunkt durchläuft. Damit beginnt auf der Nordhalbkugel der Erde der astronomische Winter.

Entsprechend bescheiden fällt deshalb auch die Mittagshöhe der Sonne aus: Sie nimmt nochmals von 16,6° zu Monatsbeginn bis auf gerade mal 15,1° um den 21. herum ab. Bis zum Jahresende nimmt die Mittagshöhe der Sonne dann wieder leicht bis auf 15,5° zu. Der Sonnenaufgang erfolgt am 1. um 8:15 Uhr und verspätet sich bis zum Jahresende auf 8:37 Uhr. Der Sonnenuntergang verfrüht sich zunächst noch einmal leicht von 16:26 Uhr zu Monatsbeginn bis auf 16:22 Uhr um den 12. herum und verspätet sich bis zu Silvester leicht um 10 Minuten.

Weg der Sonne durch die Sternbilder Schlangenträger und Schütze mit Tages- und Nachtstunden


Der Mond

Der bereits ziemlich runde, zunehmende Mond kann zu Beginn des Monats fast die ganze Nacht über gesehen werden. Am Abend des 3. finden wir den Vollmond östlich von Stierhauptstern Aldebaran. Leider entgeht uns dieses mal ein recht ansehnliches Programm von Sternbedeckungen einschliesslich Aldebaran im Sternbild Stier, da der Mond genau zu diesem Zeitpunkt für uns unter dem Horizont steht.

Am Abend des 6. finden wir den abnehmenden Dreiviertelmond unterhalb der Zwillingshauptsterne Castor und Pollux. Als kleinen Ausgleich für die entgangenen Sternbedeckungen am 3. kann am späten Abend des 8. immerhin noch das Ende einer Regulus-Bedeckung gesehen werden. Wenn an diesem Tag der Mond um 22:21 Uhr aufgeht, wird der Hauptstern im Löwen nicht zu sehen sein, weil er hinter dem Mond verschwunden ist. Um 23:12 Uhr taucht Regulus dann am rechten, dunklen Mondrand wieder auf. Am Morgen des 10. finden wir den abnehmenden Halbmond im östlichen Teil des Sternbildes Löwe. Die allmählich schmaler werdende, abnehmende Mondsichel bietet zwischen dem 12. und dem 15. mit Jungfrauenhauptstern Spica, Mars und Jupiter eine Serie von reizvollen Himmelsanblicken. Dabei bildet der Mond am Morgen des 13. mit Mars und Spica ein nahezu gleichschenkeliges Dreieck, einen Tag später bildet der Mond mit Mars und Jupiter ebenfalls ein gleichschenkeliges, nur etwas flacheres Dreieck. Letztmals kann der Mond morgens am 16. gesehen werden, am 18. ist Neumond.

Am 20. zeigt sich der Mond erstmals wieder als schmale, zunehmende Sichel tief in der südwestlichen Abenddämmerung. Bis zum Abend des 2. Weihnachtsfeiertages ist der zunehmende Halbmond im Sternbild Fische eingetroffen. In der Nacht vom 30. auf den 31. ereignen sich im Sternbild Stier erneut interessante Sternbedeckungen. Abends am 30. wird Gamma Tauri, die Spitze des Hyaden-V's zwischen 18:08 Uhr und 19:04 Uhr, und Stierhauptstern Aldebaran am Morgen des 31. zwischen 2:16 Uhr und 3:03 Uhr vom Mond bedeckt. Dabei verschwinden die Sterne jeweils am linken und schmalen, dunklen Mondrand und tauchen am rechten, hellen Mondrand wieder auf. Am letzten Abend des alten Jahres finden wir den bereits recht runden, zunehmenden Mond im Ostteil des Sternbildes Stier an der Grenze zu den Zwillingen.

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