Die Planeten im Dezember
 
Merkur

Der flinke Merkur lässt das Jahr am Morgenhimmel ausklingen. Zu Monatsbeginn noch unsichtbar, wird er am 3. rückläufig und steht am 13. in unterer Konjunktion zur Sonne. Am 23. wird Merkur wieder rechtläufig, ist aber noch langsamer als die Sonne. Seine größte westliche Elongation zur Sonne mit einem Abstand von 22,6° erreicht Merkur dann am 2. Januar des nächsten Jahres.

Die erste Gelegenheit, Merkur für 15 bis 20 Minuten zu sehen, bietet sich am 21. Dezember. Während der Folgetage nehmen sowohl der Merkurabstand zur Sonne als auch die Merkurhelligkeit deutlich zu. Bereits ab dem 27. bis zum Jahresende kann mit einer maximalen Sichtbarkeitsdauer von rund einer Stunde gerechnet werden. Der Merkuraufgang erfolgt am 21. um 7:02 Uhr, verfrüht sich bis auf 6:45 Uhr zwischen dem 27. und dem 29. und erfolgt am letzten Tag des Jahres um 6:47 Uhr. Rund 20 Minuten nach seinem Aufgang hat sich Merkur so weit über die horizontnahen Dunstschichten erhoben, dass er gesehen werden kann. Eine Aufsuchhilfe in Form der abnehmenden Mondsichel oder eines hellen Planeten bietet sich bei dieser Morgensichtbarkeit jedoch leider nicht.

Planetenlauf Merkur von November 2017 bis Februar 2018 duch die Sternbilder Waage, Skorpion, Schlangenträger, Schütze, Steinbock und Wassermann

Merkur morgens am 31. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Merkur



Venus

Die Venus beendet nun ihre Morgensternperiode und zieht sich an den Taghimmel zurück. Am 1. beträgt ihre westliche Elongation zur Sonne nur noch knapp 9,5°. Bei klarer Sicht kann die Venus vielleicht noch bis zum 3. (Aufgang um 7:29 Uhr) für wenige Minuten gesehen werden, danach ist sie für den Rest des alten Jahres verschwunden.

 

Sichtbarkeitsdiagramm Venus



Mars

Der rote Planet Mars lässt das alte Jahr am Morgenhimmel ausklingen. Zunächst noch in der Jungfrau, erreicht er kurz vor Jahresende bei südlicher werdenden Deklinationen das Sternbild Waage und nähert sich dort dem deutlich helleren Jupiter, den er bis zum Jahresende fast einholt.

Die Marshelligkeit steigert sich langsam. Allerdings bleibt Mars für Planetenverhältnisse noch sehr bescheiden und erreicht zum Jahresende hin nicht ganz die Helligkeit von Castor, dem schwächeren Zwillingshauptstern. Auch die Marsaufgangszeiten stagnieren nahezu und verfrühen sich lediglich im 5-Minuten-Takt von 4:05 Uhr am 1. über 4:00 Uhr am 15. bis auf 3:54 Uhr am letzten Tag des Jahres. Durch die noch später aufgehende Sonne ergibt sich aber ein leichter Gewinn an Sichtbarkeitsdauer von 3 bis auf 3 1/2 Stunden. Wenn es morgens hell wird, finden wir den roten Planet schon fast im Süden in der Nähe seiner Höchststellung.

Planetenlauf Mars von August bis zum Jahresende durch die Sternbilder Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau und Waage

Mond, Mars und Jupiter morgens am 13. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Mars



Jupiter

Auch der Riesenplanet Jupiter lässt das Jahr am Morgenhimmel ausklingen. Zu Monatsbeginn noch in der Jungfrau, wechselt auch er zur Monatsmitte in das Sternbild Waage. Der Jupiteraufgang verfrüht sich von 5:37 Uhr am 1. über 4:58 Uhr am 15. bis auf 4:11 Uhr am letzten Tag des Jahres. Damit kann Jupiter am Jahresende rund 4 Stunden am Morgenhimmel verfolgt werden. Wenn es morgens hell wird, steht Jupiter zu Monatsbeginn in südöstlicher, und am Jahresende nahe seiner Höchststellung in südlicher Richtung.

Planetenlauf Jupiter von November 2017 bis Oktober 2018 durch die Sternbilder Jungfrau und Waage

Mond, Jupiter und Mars morgens am 14. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramm Jupiter



Saturn

Saturn steht am 21. in Konjunktion zur Sonne und kann den ganzen Monat über nicht gesehen werden.



Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun

Uranus zieht sich nach seiner Opposition weiter vom Morgenhimmel zurück, kann aber noch hervorragend bis nach Mitternacht verfolgt werden. Sobald es dunkel genug für Uranus ist (ab ca. 18:00 Uhr), kann der Planet vor seiner Höchststellung in südöstlicher Richtung gefunden werden. Der Untergang am westlichen Horizont verfrüht sich von 4:15 Uhr am 1. über 3:19 Uhr am 15. bis auf 2:15 Uhr am letzten Morgen des Jahres.
Neptun, der bläuliche und schwächere der beiden Fernglasplaneten, kann noch am Abendhimmel gesehen werden. Bei ausreichender Dunkelheit finden wir den sonnenfernsten Planet zu Monatsbeginn kurz vor, am Jahresende kurz nach seiner Höchststellung in südlicher Richtung. Der Neptununtergang verfrüht sich weiter von 0:08 Uhr am 1. über 23:09 Uhr am 15. bis auf 22:08 Uhr am letzten Abend des Jahres.

Planetenlauf Uranus von Juni 2017 bis Ende Mai 2018 im Sternbild Fische
Planetenlauf Neptun von Mai 2017 bis Ende April 2018 im Sternbild Wassermann

Uranus und Neptun früh abends am 20. Dezember

Sichtbarkeitsdiagramme Uranus und Neptun