Sonnen- und Mondlauf im Januar
 
Die Sonne

Die Sonne läuft zu Jahresbeginn durch das Sternbild Schütze. Am 20. wechselt sie in das Sternbild Steinbock. Dabei werden die Tage nun langsam wieder länger. Am deutlichsten fällt dieses abends auf, während sich in der 1. Januarhälfte morgens zunächst noch wenig verändert. Ab der 2. Monatshälfte verfrüht sich dann aber auch der Tagesanbruch spürbar. Am 3. durchläuft die Erde auf ihrer leicht elliptischen Bahn ihren sonnennächsten Punkt (Perihel) und ist an diesem Tag 147,096 Mio. km von der Sonne entfernt.

Der Sonnenaufgang erfolgt am 1. um 8:37 Uhr und verfrüht sich bis auf 8:11 Uhr am letzten Tag des Monats. Der Sonnenuntergang verspätet sich von 16:33 Uhr am 1. bis auf 17:20 Uhr am 31. Januar. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt im gleichen Zeitraum von 15,6° bis auf 21,3° zu.

Weg der Sonne durch die Sternbilder Schütze und Steinbock mit Tages- und Nachtstunden


Der Mond

Am Abend des Neujahrstages finden wir den Vollmond in den Zwillingen. Die exakte Vollmondphase wird während der frühen Morgenstunden des 2. erreicht. Danach nimmt der Mond wieder ab.

Der abnehmende Dreiviertelmond bewegt sich in der Nacht vom 4. auf den 5. auf Löwenhauptstern Regulus zu. Unmittelbar vor seinem Untergang während der hellen Tagesstunden wird Regulus sogar vom Mond bedeckt. Allerdings dürfte es aufgrund der Horizontnähe schwierig werden, dieses Ereignis selbst mit lichtstarker Optik zu verfolgen. Am Morgen des 9. finden wir den abnehmenden Halbmond bei Jungfrauenhauptstern Spica. Das exakte letzte Viertel wurde bereits vor Mondaufgang während der letzten Stunde des 8. durchlaufen. Am Morgen des 11. besucht die abnehmende Mondsichel die beiden eng beisammenstehenden Planeten Mars und Jupiter. Letztmals kann der Mond am Morgen des 15. gesehen werden, mit einem lichtstarken Fernglas lassen sich vielleicht auch noch die beiden Planeten Merkur und Saturn in seiner Nähe tief in der südöstlichen Morgendämmerung aufstöbern. Danach ist der Mond verschwunden, am 17. ist Neumond.

Bei klarer Sicht kann die hauchdünne, zunehmende Mondsichel erstmals wieder am 18. tief in der hellen, südwestlichen Abenddämmerung gesehen werden. Bis zum Abend des 24. ist der zunehmende Halbmond an der Sternbildgrenze Fische / Walfisch eingetroffen. Der allmählich runder werdende, zunehmende Mond kann am Abend des 26. rechts, und einen Tag später links vom orangefarbenen Stierhauptstern Aldebaran gesehen werden.

Am Abend des 31. finden wir den Vollmond im östlichen Teil des Sternbildes Krebs. Dabei kommt es auch zu einer totalen Mondfinsternis, die uns aber leider entgeht, weil sie in die frühen Nachmittagsstunden fällt, lange bevor der Mond bei uns aufgeht. Dabei erfolgt der Mondaufgang bei uns rund 15 Minuten nach dem Austritt des Mondes aus dem Halbschatten der Erde. Der 2. Link unten zeigt dabei den Lauf des Mondes durch den südlichen Teil des Kernschattens der Erde und den Verlauf der Finsternis.

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